Auch in diesem Jahr nahm der Deggendorfer SC am LEKOV-Cup im tschechischen Pilsen teil
und war somit seit dem Start dieses Turniers jedes Jahr vertreten.
Dieses Turnier wird seit 2006 jedes Jahr mit der Altersgruppe Jahrgang 1996 und jünger,
bis zum Jahr 2018 durchgeführt.
Das diesjährige Teilnehmerfeld mit 25 Mannschaften hatte es in sich.
Neben diversen Auswahlmannschaften gab es fast kein Team, das sich nicht
durch "Gastspieler" verstärkt hatte, was man unschwer an den verschiedenen
Helm- und Hosenfarben der jeweiligen Teams erkennen konnte.
Die Entscheidung des Trainers
Anthony Brenner
mit einer durch Gastspieler aus Straubing, Regensburg und Dingolfing
verstärkten "Kernmannschaft" anzutreten, erwies sich im Nachhinein
also als Weg, den (fast) alle Mannschaften einschlugen.
Als hochgestecktes Ziel hatte man sich einen Platz im Mittelfeld (10-15) gesetzt.
Dieses Ziel vor Augen musste man im ersten Spiel gegen HC Dukla Jihlava
im kleinen, ca. 10km ausserhalb von Pilsen gelegenen Eisstadion von
Meteor Třemošná antreten.
Da man gerade in diesem Stadion im letzten Jahr die bisher größten Erfolge
feiern konnte, fuhr man guter Dinge und mit guter Stimmung nach Tremosna.
Alles was man sich vorgenommen hatte, funktionierte. Die Verteidigung
stand bombensicher, mann war immer einen Schritt schneller am Puck als der Gegner.
Trotzdem dauerte es bis zum 2. Drittel, bevor etwas zählbares heraussprang.
Damit war aber der Bann gebrochen und
nur die Querlatte oder der Pfosten verhinderten einen höheren Sieg.
Ab ging's zurück nach Pilsen. Man durfte eine Kabine in der Trainingshalle
des HC Laselsberger Plzeň beziehen und sich auf das zweite Spiel des Tages vorbereiten.
Mit einem Sieg gegen die Kuvencracks aus Bratislava wäre der Einzug in das Achtelfinale bereits gesichert gewesen.
Aber das Spiel lief alles andere als perfekt ab.
Im ersten Drittel konnte man viele Großchancen teils durch Pech, teils durch
Leichtsinn nicht verwerten und machte somit den Gegner aus der Slowakei stark.
Die "alte" Spielweisheit - was Du vorne nicht reinbringst, kriegst Du hinten,
die wie im Fußball auch im Eishockey ihre Berechtigung hat,
schlug im 2. Drittel wieder voll zu. Viele unnötige Strafzeiten durch die teilweise
äusserst kleinlich agierenden Schiedsrichter taten ein übriges,
und so mussten die Punkte mit einem deutlichen,
viel zu hoch ausgefallenen Ergebniss, an die Slowaken abgegeben werden.
Nun sollte man in der, auch schon in den letzten Jahren, ungeliebten CĚZ-Arena nach einem Füßmarsch in voller Montur den Einzug in's Achtelfinale perfekt machen. Doch schon wie in den letzten Jahren bekamen unsere Jungs auf dem stumpfen Eis der CĚZ-Arena, trotz perfekter Rahmenbedingungen, kaum einen Fuß auf das Eis. Gegen den vermeintlich leichteren Gegner im Restprogramm der Gruppenphase konnte man in keiner Phase des Spiels wirklich Paroli bieten und so verlor man auch verdient mit 0:10.
Ein eigentlich unmögliches Unterfangen stand jetzt auf dem Programm. Der dritte (3.),
zum sicheren Achtelfinaleinzug nötige Tabellenrang war bereits außer Reichweite.
Die einzige Chance auf den letzten verbleibenden Platz im Achtelfinale, und somit die
Chance unter die besten 16 Mannschaften zu kommen war, als bester Gruppenvierter abzuschneiden.
Diesen Platz hatte das österreichische Auswahlteam "Austrian Select" mit deutlich
besserem Torverhältnis inne. Also musste ein Punkt gegen den bereits feststehenden
Gruppensieger der Gruppe B, Highlands Hockey Team, eingefahren werden.
Die letzten beiden Niederlagen waren abgehakt, man begann äusserst konzentriert gegen
das stark aufspielende Highlands-Team, konnte aber die ersten beiden Tore nach
teilweise unglücklichen Aktionen nicht verhindern.
Die Mannschaft um das Trainergespann
Brenner Anthony
/
Berger Stefan
wankte aber fiel nicht. 120%-iger Einsatz im zweiten Drittel wurde mit dem Anschlußtreffer
belohnt und starke Saves unseres Torhütergespanns
Cody Brenner
und
Josef Lala
hielten unsere Jungs im Spiel.
Auch das letzte Drittel war nichts für schwache Nerven. Die Verteidigungsreihen leisteten
Schwerstarbeit und im Sturm versuchte man durch schnelles Spiel und absoluten
Einsatz den erlösenden Ausgleich zu erzielen.
Dieser gelang kurz vor Schluss mit einem sehenswerten Tor
Dominik Schindelbeck
, der auch schon für den Anschlusstreffer gesorgt hatte.
Vehemente Angriffe der Tschechen im Finish der Partie überstand man mit Glück und
Geschick und konnte somit über den Einzug in das Achtelfinale jubeln.
Am Ostersonntag stand der Gruppensieger der Gruppe E, die
Havířov Panthers, auf dem Programm.
Der letztendlich Turniervierte erwies sich aber als zu stark für die
jüngste Mannschaft im Turnier. Das erste Drittel konnte man zwar noch
einigermaßen ausgeglichen gestalten - ein 1:1 stand auf der Anzeigetafel.
Im zweiten Drittel erhöhten die Panther aus dem südöstlichen Teil Tschechiens
aber die Schlagzahl, viele unnötige Strafzeiten wurden ausgefasst und
so mussten die Torhüter
Cody Brenner
und
Josef Lala
ein ums andere mal hinter sich greifen.
Sekunden vor der Schlußsirene musste man dann sogar auch noch das 10. Tor hinnehmen.
Es war bei weitem nicht das beste Spiel unserer Jungs, wenn auch ein Sieg nicht
im Bereich des machbaren lag.
Die ersten 8 hatte man also verpasst, weiter ging's mit den Spielen um Platz 9 bis 16.
Da stand als erster Gegner die Kometa Group Brno, ein "alter Bekannter" aus der Gruppenphase der Vorrunde,
auf dem Programm die beim Spiel um den Einzug unter die besten 8 gegen Sparta Praha mit
1:8 den kürzeren zogen.
Am Vortag ging man in der CĚZ-Arena sang und klanglos mit 0:10 unter.
Doch diesmal standen die Vorzeichen anders. In der Trainingshalle des HC Laselsberger Plzeň fühlte man sich
wesentlich wohler und so gingen die Jungs um das Trainergespann
Anthony Brenner
und
Stefan Berger
hochmotiviert ans Werk.
Die körperliche Überlegenheit der Brünner konnte man diesmal durch absoluten Einsatz
und diesmal durchgehend konzentrierter Spielweise wettmachen.
Nach ausgeglichem ersten Drittel, ein Tor auf beiden Seiten, konnte man Mitte des zweiten Drittel
in Führung gehen und diese auch bis ins Schlussdrittel verteidigen.
Die Kometa Group Brno machte im letzten Drittel mächtig Druck, der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit.
Der Deggendorfer SC stemmte sich mit allen Mitteln dagegen, musste aber in der 30. Minute den Ausgleich
hinnehmen. Nun wollten die Brünner ihren Sieg aus der Vorrunde bestätigen, und liefen Angriff
auf Angriff auf das Deggendorfer Tor.
Aus einem schnellen Konter konnten die DSC'ler aber die erneute Führung erzielen und versuchten
nun mit allen Mitteln den Vorsprung über die Zeit zu bringen. In der letzten Minute schlug es
aber abermals im Gehäuse der Deggendorfer ein, und so musste man in die Verlängerung.
In dieser 5 Minutigen Verlängerung konnte man das Spiel wieder etwas offener gestalten,
Kometa Group Brno konnte nicht mehr den Druck aus dem Schlussdrittel aufrechterhalten und so gelang
mit einem schönen Angriff der Sieg in der Overtime.
Eine absolut gelungene Revanche gegen eine starken Gegner!
Somit war der nächste Gegener der HC Slavia Bratislava, der sich in seinem letzten Spiel gegen
Meteor Třemošná mit 3:2 durchsetzen konnte. Auch diese Mannschaft hatte man schon in der Gruppenphase
als Gegener und musste dort nach unglücklichem Spielverlauf eine viel zu hohe 1:6 Niederlage
einstecken.
Dies wollte man in diesem Spiel natürlich korrigieren und mit dem Sieg im hochklassigen und
dramatischen Spiel gegen Kometa Group Brno war auch das Selbstvertrauen wieder da.
Hochkonzentriert von Beginn an wollte man das Spiel bestreiten,
aber eine Unachtsamkeit in der 3. Minute führte zur frühen 1:0 Führung der Slowaken.
Danach leistete man sich aber keine Fehler mehr, konnte aber auch im Spiel nach vorne
keine großen Akzente setzen. Damit gings auch mit diesem knappen Rückstand in die erste
Drittelpause.
Die Slowaken wollten wohl nahtlos an Ihr 5:1 im zweiten Drittel des Vorrundenspiels
anknüpfen und vergasen etwas auf Ihre Defensive. So konnte man innerhalb von 4 Minuten
das Ergebnis umdrehen und auf
3:1 davonziehen - und hielt diesen Vorsprung auch bis zur letzten Drittelpause.
Mit Macht kamen die Slowaken zurück aufs Eis. Angriff auf Angriff mussten unsere,
aber gut disponierten, Jungs abwehren. Der etwas unglückliche Anschlusstreffer setzte
bei der slowakischen Mannschaft nach diesem bereits lange dauernden Turnier nochmals die
letzten Kräfte frei, und sie schafften noch in der regulären Spielzeit den Ausgleich.
So musste man zum zweiten Mal hintereinander in die Verlängerung. Der Kräfteverschleis
war auf beiden Seiten zu sehen, und so ging's nach ausgeglichener Verlängerung erstmals
in's Penaltyschiessen.
Nachdem erst
Manuel Wieder
und anschließend
Stefan Loibl
ihre Penalties in absolut eindrucksvoller Manier verwandeln konnten und auf
slowakischer Seite unsere Goalies
Cody Brenner
und
Josef Lala
den angetretenen Schützen keine Chance ließen, war der Sieg unter Dach und Fach.
Im Spiel um Platz 9 wartete nun der Vorjahressieger und ausrichtender Verein, der HC Laselsberger Plzeň.
Eine unglückliche 2:3 Niederlage gegen den letztendlich Turnierdritten ZK Zvolen, hatte die
Heimmannnschaft um die Chance gebracht, den Titel zu verteiduigen.
In dem Spiel um Platz 9 - das Ziel war mehr als erreicht - wollte man sich nochmals
mit einer ansprechenden Leistung gegen einen der Turnierfavoriten verabschieden.
Was unsere Jungs in den ersten Minuten des Spiels auf das Eis zauberten,
überraschte dann auch die Pilsener und der zwischenzeitliche 2:0 Vorsprung war zu diesem
Zeitpunkt durchaus verdient.
Eine weitere Niederlage wollte sich die Heimmanschaft aber nicht leisten, war man doch
mit dem nicht gelungenen Einzug unter die besten 8 schon deutlich unter den Erwartungen.
So spielte der HC Laselsberger Plzeň jetzt seine Stärken aus. Die teilweise 1-2 Köpfe größeren Tschechen
setzen Ihre Körper ein und durch teilweise unglückliche, aber Regelkonforme, Checks
wurde die Hintermannschaft des DSC dezimiert. Die Verteidiger
Alexander Schwarz
mit Gehirnerschütterung und
Arthur Platonow
mit Schlüsselbeinbruch mussten in das städtische Krankenhaus in Pilsen zur Notaufnahme
gebracht werden.
Im restlichen Spielverlauf konnte man dann keine Akzente mehr setzen und so gelang dem
HC Laselsberger Plzeň ein dann durchaus verdienter 7:2 Erfolg.
Das Ziel, ergebnismäßig im Mittelfeld des Turniers zu landen, wurde mehr als erfüllt.
Platz 10 wurde im Vorfeld als Optimum angenommen.
DAS OPTIMUM WURDE ERREICHT !
Wie es sich bei einem länger dauernden Turnier immer wieder herausstellt, muß man nicht
alle Spiele gewinnen, man muss die richtigen Spiele gewinnen bzw. nicht, wie im Fall
von HC Laselsberger Plzeň heuer - oder Sparta Praha im letzten Jahr, die falschen Spiele verlieren. Ein einziges Spiel kann hier zwischen Platz
1 und 9 entscheiden.
| Position | Nummer | Name | Vorname | |
|---|---|---|---|---|
| T | 12 | Brenner | Cody | |
| T | 26 | Lala | Josef | |
| V | 3 | Platonow | Arthur | |
| V | 5 | Schwarz | Alexander | |
| V | 6 | Seidl | Ludwig | |
| V | 13 | Hilse | Andreas | |
| V | 18 | Weber | Jakob | |
| V | 25 | Schreyer | Mirco | |
| S | 7 | Daubner | Maximilian | |
| S | 9 | Sieg | Tobias | |
| S | 11 | Artmann | Maximilian | |
| S | 14 | Schindlbeck | Dominik | |
| S | 15 | Drews | Yannik | |
| S | 16 | Loibl | Stefan | |
| S | 17 | Schütz | Simon | |
| S | 21 | Wiederer | Manuel | |
| S | 22 | Gebele | Veit | |
| S | 24 | Schmid | Daniel | |
| Trainer | Brenner | Toni | ||
| CoTrainer | Berger | Stefan | ||
| Betreuer | Artmann | Peter | ||
| Betreuer | Schwarz | Renate | ||